Ein großes Zeichen der Wertschätzung

Mit einem festlichen Musikstück eröffnete das Fronberger Quintett den Ehrenabend, ehe Stadtbrandmeister Klaus Brunner OB Andreas Feller, KBR Robert Heinfling, den stellvertretenden Landrat Jakob Scharf und Stadtbrandinspektor Helmut Mösbauer sowie die zu ehrenden Kameraden begrüßte. Brunner stellte eingangs die Frage, ob so ein Ehrungsabend notwendig sei. Sei es nicht selbstverständlich, dass in Notlagen Frauen und Männer alles stehen und liegen lassen, um den Nächsten beizustehen?
Man sollte der Meinung sein - Ja, jedoch sei es nicht der Fall, so Brunner. Es werde zwar erwartet, dass zu jeder Zeit adäquate Hilfe komme, allerdings könne er dies nicht mehr als selbstverständlich betrachten. Woran könne das liegen? Zum einen, da die Bereitschaft bei einem Ehrenamt mitzuwirken immer von weniger Bürgern angenommen werde. Es sei leider eine Tatsache, dass es Schöneres gebe, als mitten in der Nacht aufzustehen oder beim Geburtstag des Ehepartners oder der Kinder wegzumüssen, um zum Beispiel eine Ölspur zu beseitigen oder bei Verkehrsunfällen zu helfen. Doch ohne diese Menschen, die helfen, würde unser Rettungssystem stark ins Wanken geraten. Zum anderen könne es auch daran liegen, dass Wehrmänner nicht im Umfeld ihrer Feuerwehr arbeiten und so tagsüber Engpässe entstehen könnten. Dabei nannte er das Stichwort "Tagesalarmsicherheit". Diese Thematik werde in Zukunft jede Feuerwehr betreffen. Denn nur wenn tagsüber genügend Personal zur Verfügung stehe, könne die gewohnte Hilfe auch untertags gewährleistet werden.
Auch die Politik habe dies erkannt und im Feuerwehrgesetz die Altersgrenze auf 65 Jahre angehoben. Brunner sprach ebenso an, die Kinderfeuerwehren zu fördern, denn wenn das Interesse an der Feuerwehr schon im Kindesalter geweckt werde, könne dem Engpass entgegengetreten werden. Hierfür dankte er OB Feller, dass für die Kinderfeuerwehren eigens eine Haushaltsstelle eingerichtet wurde.
Engagierte Kameraden müssten mit einer Auszeichnung belohnt werden, so Brunner. Dies stelle zwar nur ein kleines Dankeschön dar, sei aber als Zeichen der Wertschätzung umso wichtiger, so Brunner. OB Andreas Feller sah es als eine Ehre an Kameraden ehren zu dürfen, um so Danke zu sagen für ihre langjährige Bereitschaft Dienst am Nächsten zu tun.
"Sie allen geben ein Vorbild ab, dass für unser Gemeinwesen unverzichtbar ist, denn unsere Gesellschaft braucht Werte", sagte Jakob Scharf. Helfen in Not ist unser Gebot. Dies beinhalte Einsatzfreude, Idealismus, Risikobereitschaft und Disziplin, aber auch Kameradschaft und Verlässlichkeit. Dies gelte in der heutigen Zeit, wo sich immer mehr Menschen zurückziehen und nicht mehr bereit sind, Verantwortung für die Allgemeinheit zu übernehmen. Scharf sagte aber auch, dass es Zahlen gebe, die zeigten, dass es wieder mehr junge Leute gebe, die sich ehrenamtlich engagierten. Sie, die Jubilare seien Vorbild und Ansporn für diese jungen Menschen. Auch Kreisbrandrat Robert Heinfling sprach seinen Dank aus. Doch wichtig sei auch die richtige Ausstattung. Er dankte zudem den Firmen, die Wehrmänner für Einsätze freistellen.
 
Die Geehrten der FF Haselbach
25 Jahre aktive Dienstzeit: Marco Schindler
40 Jahre aktive Dienstzeit: Gerhard Fleischmann, Johann Messer, Michael Winter und Alfred Merl

(Mittelbayerische Zeitung, 10.02.2018)

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